Befundung


Beim ersten Termin machen wir eine umfassende Befundaufnahme Ihres Tieres. Diese dauert ca. 1 Stunde und umfasst folgende Schritte:

  1. Anamnesegespräch: Die Vorgeschichte Ihres Tieres ist wichtig für die allgemeine Befundaufnahme. Wie lange lebt es schon bei Ihnen, wie bewegt es sich, nimmt es z.B. an Hundsport teil? Was sind seine Gewohnheiten, was fällt Ihnen besonders auf? Gab es frühere Krankheiten oder Unfälle? Diese können, auch wenn sie ausgeheilt sind, noch Jahre später Folgen haben und u.a. zu Lahmheiten führen. Bitte bringen Sie die Befunde Ihres Tierarztes mit (z.B. Röntgenbilder, Information über Medikamente, die Ihr Tier bekommt).
  2. Adspektion (Sichtbefund): Wir beurteilen die Haltung Ihres Tieres in Ruhe. Gibt es hier Auffälligkeiten wie z.B. das Abspreizen eines Beines oder eine unsymmetrische Stellung von Pfoten oder Gliedmaßen? Was fällt Ihnen im Alltag an der Haltung Ihres Tieres auf?
  3. Ganganalyse: Wie bewegt sich Ihr Tier? Sind hier Auffälligkeiten oder Unregelmäßigkeiten zu beobachten? Hat Ihr Tier Schwierigkeiten in einer bestimmten Gangart oder bei bestimmten Bewegungen?
  4. Palpation (Tastbefund): Das sensible Abtasten Ihres Tieres führt zur eigentlichen Diagnose. Wenn ein Gelenk beim Sichtbefund und in der Ganganalyse bereits auffällig war, zeigt der Tastbefund, was hier nicht stimmt. Dieser Befund ist entscheidend, um die richtigen Therapiemaßnahmen zu finden.
  5. Erstellung eines Therapieplans: Die Einzelbefunde bilden die Grundlage für den Therapieplan, der ganz individuell auf Ihr Tier abgestimmt ist. Dabei werden nicht nur Krankheitssymptome berücksichtigt, sondern auch das Alter und der aktuelle körperliche Zustand Ihres Tieres. Der Therapieplan wird mit Ihnen genau abgesprochen, wobei Sie auch Informationen über die Kosten erhalten.

Normalerweise umfasst eine Therapie 6-10 Behandlungseinheiten mit 2-3 Behandlungen pro Woche. Sie werden zudem in leichte Übungen eingewiesen (z.B. Igelball-Massage, vorsichtige Bewegung der betroffenen Gliedmaße), die Sie zuhause mit Ihrem Tier durchführen können. Dadurch wird der Behandlungserfolgt deutlich gesteigert.
Im Laufe der Behandlung erhalten Sie Informationen über die Fortschritte, die sich in der Schmerzlinderung und Beweglichkeit Ihres Tieres abzeichnen. Oft werden erste Erfolge bereits nach den ersten Behandlungseinheiten sichtbar, vor allem, wenn Sie Ihr Tier zuhause unterstützen.